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Hin­ter­kaif­eck: 9. Hin­weise

Posted on 2026-04-012026-04-01 by jrs24

Auch wenn der Hof Hin­ter­kaif­eck heute nicht mehr exi­stiert, ist der Ort des Gesche­hens nach wie vor ein Ziel für viele, die dem Rät­sel nach­ge­hen wol­len. Ein Besuch führt Sie in die abge­le­gene baye­ri­sche Land­schaft zwi­schen den Ort­schaf­ten Grö­bern und Waid­ho­fen.

Hier sind die Infor­ma­tio­nen für einen rea­len oder vir­tu­el­len Besuch:

1. Der Ort des ehe­ma­li­gen Hofes (Das Mar­terl)

Da der Hof 1923 abge­ris­sen wurde, mar­kiert heute ein Gedenk­stein (ein baye­ri­sches Mar­terl) die Nähe des ehe­ma­li­gen Stand­orts.

  • Lage: Das Mar­terl steht an einem Feld­weg zwi­schen Grö­bern und Waid­ho­fen, direkt am Rand des soge­nann­ten „Hexen­hol­zes“. Der eigent­li­che Hof stand etwa 30 bis 50 Meter nord­öst­lich davon auf dem heu­ti­gen Acker.
  • Weg­be­schrei­bung (Auto/Zu Fuß): * Fah­ren Sie in den Ort Grö­bern (Gemeinde Waid­ho­fen).
    • Suchen Sie die Eyberg­straße. Fol­gen Sie die­ser bis zum Orts­ende, wo sie in einen Feld­weg über­geht.
    • Nach etwa 500 Metern sehen Sie eine mar­kante, allein­ste­hende Tanne (oft als „Wet­ter­fichte“ bezeich­net). Dort befin­det sich das Mar­terl mit einem Schau­ka­sten, der die dama­lige Lage des Hofes illu­striert.
  • Hin­weis: Der Stand­ort ist nur zu Fuß oder mit dem Fahr­rad über Feld­wege erreich­bar. Bitte respek­tie­ren Sie die land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen (nicht in die Äcker gehen).

2. Das Grab in Waid­ho­fen

Die sechs Opfer wur­den auf dem Fried­hof von Waid­ho­fen bei­gesetzt.

  • Stand­ort: Der Fried­hof befin­det sich direkt an der Pfarr­kir­che St. Wen­de­lin in Waid­ho­fen.
  • Das Grab: Es han­delt sich um ein auf­fäl­li­ges Gemein­schafts­grab mit einer gro­ßen Gedenk­ta­fel, auf der die Namen aller sechs Opfer (Andreas und Cäzi­lia Gru­ber, Vik­to­ria Gabriel, die Kin­der Cäzi­lia und Josef sowie die Magd Maria Baum­gart­ner) ste­hen. Das Grab wird bis heute gepflegt.

3. Museen und Aus­stel­lun­gen

Wer reale Expo­nate und poli­zei­li­che Hin­ter­gründe sehen möchte, sollte nach Ingol­stadt fah­ren:

  • Baye­ri­sches Poli­zei­mu­seum (Ingol­stadt): Im „Turm Triva“ (Klen­ze­park) gibt es eine Dau­er­aus­stel­lung zum Fall. Hier wer­den Ori­gi­nal­ak­ten, Repli­ken der Tat­waffe (Reut­haue) und kri­mi­nal­sta­ti­sti­sche Auf­ar­bei­tun­gen gezeigt. Es ist der fun­dier­te­ste Ort für eine sach­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit den Ermitt­lungs­feh­lern und Theo­rien.

4. Vir­tu­el­ler Besuch

Wenn Sie den Ort nicht phy­sisch besu­chen kön­nen, gibt es her­vor­ra­gende digi­tale Res­sour­cen:

  • hinterkaifeck.net: Die umfas­send­ste Daten­bank zum Fall. Hier fin­den Sie 3D-Rekon­struk­tio­nen des Hofes, alle Ori­gi­nal-Zeu­gen­aus­sa­gen und Tat­ort­fo­tos.
  • Geführte Wan­de­run­gen: Es wer­den regel­mä­ßig (oft in den Abend­stun­den) geführte „Later­nen­wan­de­run­gen“ von Waid­ho­fen nach Hin­ter­kaif­eck ange­bo­ten, bei denen Gäste­füh­rer die Geschichte vor Ort erzäh­len. Start­punkt ist meist das Gast­haus Bogen­rie­der in Waid­ho­fen (das zur Tat­zeit bereits exi­stierte).

Wich­ti­ger Hin­weis zum “Spuk” und Tou­ris­mus

Das Mar­terl ist ein Ort des stil­len Geden­kens. In den letz­ten Jah­ren gab es Berichte, dass das Mar­terl zeit­weise ent­fernt oder ver­setzt wurde, um über­mä­ßi­gen “Gru­sel­tou­ris­mus” ein­zu­däm­men. Der Ort strahlt jedoch nach wie vor eine beklem­mende Ruhe aus, beson­ders wenn man bedenkt, wie iso­liert die Fami­lie dort damals lebte.

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